Woran Sie ihn erkennen.
Die Deutsche Herzstiftung nennt diese Alarmzeichen. Keines davon muss dabei sein, und bei Frauen und älteren Menschen fehlt der starke Brustschmerz häufiger.134
- starker Schmerz, Druck oder Engegefühl in der Brust, der nicht nachlässt
- Ausstrahlung in Arme, Oberbauch, Rücken, Hals oder Kiefer
- Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, kalter Schweiß, Angst
- bei Frauen und älteren Menschen oft nur Atemnot, Übelkeit, Oberbauchschmerz oder plötzliche Schwäche
Diese Seite ist kein Test und ersetzt keinen Anruf. Wer zweifelt, wählt die 112: Der Rettungsdienst klärt es, und ein Fehlalarm ist keine Schande. Je früher eine verschlossene Herzkranzarterie im Katheter wieder geöffnet wird, desto mehr Herzmuskel bleibt erhalten.3
Wie ein Infarkt entsteht, zeigt das 3D-Modell.
112 wählen
Zuerst
Sagen Sie, wo Sie sind, was passiert ist und dass Sie einen Herzinfarkt vermuten. Legen Sie erst auf, wenn die Leitstelle es sagt. Schalten Sie das Telefon auf Lautsprecher.
Lagern und beruhigen
Dann
Oberkörper erhöht, beengende Kleidung öffnen, Fenster auf. Die Person nicht allein lassen, nicht aufstehen oder gehen lassen. Tür öffnen, damit der Rettungsdienst den Weg findet.
Bei Bewusstlosigkeit
Herzstillstand
Reagiert die Person nicht und atmet nicht normal: Herzdruckmassage beginnen, sofort, und nicht aufhören, bis der Rettungsdienst übernimmt.5 Wie, steht unten.
Prüfen. Rufen. Drücken.
Die drei Schritte der Wiederbelebung, wie sie der Deutsche Rat für Wiederbelebung lehrt. Jeder kann das, und etwas tun ist immer besser als nichts tun.5
Prüfen
Laut ansprechen, an den Schultern rütteln. Atmet die Person normal? Schnappatmung ist keine normale Atmung.
Rufen
112 wählen oder jemanden damit beauftragen. Wenn ein Defibrillator (AED) in der Nähe ist, holen lassen; das Gerät erklärt sich selbst.
Drücken
Beide Hände auf die Mitte des Brustkorbs, Arme gestreckt, 5 bis 6 Zentimeter tief, 100- bis 120-mal pro Minute. Nicht aufhören, bis der Rettungsdienst übernimmt. Beatmen ist nicht nötig, wenn Sie es nicht gelernt haben.5
Mal pro Minute drücken, so schnell wie der Takt von „Stayin’ Alive“. Wechseln Sie sich ab, wenn jemand da ist: Drücken ist anstrengend.5
Kein Notfall, aber dringend?
Außerhalb unserer Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, kostenfrei und ohne Vorwahl, etwa bei Herzstolpern ohne Beschwerden, einem hohen Blutdruckwert ohne Symptome oder Fragen zu Ihren Medikamenten.6
Nach einem Infarkt
Nach dem Krankenhaus und der Reha kommen Sie zu uns zur Nachsorge: Kontrolle von EKG und Ultraschall, Einstellung der Medikamente, Blutdruck und Cholesterin im Blick. Bringen Sie den Entlassbrief mit.
Quellen Stand November 2026
- Deutsche Herzstiftung: Was tun im Notfall? (Ratgeber FB65, PDF)
- ADAC: So erkennen Sie Herzinfarkt-Symptome und reagieren im Notfall richtig
- Deutsche Herzstiftung: Herzinfarkt bei jungen Frauen – jede Minute zählt (Pressemitteilung, April 2025, idw, PDF)
- Perona M et al.: Symptomology, outcomes and risk factors of acute coronary syndrome presentations without cardiac chest pain – a scoping review. European Cardiology Review 2024
- German Resuscitation Council: Prüfen. Rufen. Drücken. – Infoflyer für Laien 2026 (PDF)
- Techniker Krankenkasse: 116 117 oder Notaufnahme?