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Fovea Augenlaser · Hamburg, Startseite

Drei Verfahren.

Alle drei korrigieren die Brechkraft der Hornhaut, indem der Laser ihre Form ändert. Sie unterscheiden sich darin, wie der Laser an das Gewebe kommt: mit Flap, durch einen kleinen Zugang oder direkt an der Oberfläche.

Am Modell ansehen

Vergleich

Die drei Verfahren im Überblick. Sehstärkenbereiche nach den Empfehlungen der Kommission Refraktive Chirurgie, Stand Mai 2024; Grenzbereich in Klammern.1
MerkmalFemto-LASIKSMILEtrans-PRK
Zugang zur HornhautFlap, etwa 0,1 mm dick6Zugang von 2 bis 4 mm am Rand3kein Schnitt, Abtrag an der Oberfläche4
LaserFemtosekundenlaser (Flap) und Excimerlaser (Abtrag)nur Femtosekundenlasernur Excimerlaser
Kurzsichtigkeit−8 (−10) dpt−8 (−10) dpt−6 (−8) dpt
Weitsichtigkeit+3 (+4) dpt—(+3) dpt
Hornhautverkrümmung5 (6) dpt5 dpt5 (6) dpt
Sehen erholt sichmeist in Tagen2oft über Wochen2langsamer; Epithel wächst in 3 bis 5 Tagen nach5
Erste Tagewenig Beschwerdenwenig Beschwerdenempfindlicher, Verbandslinse
BesonderheitFlap bleibt lebenslang eine Schwachstelle bei VerletzungenHinweise auf seltener trockene Augen2auch bei dünnerer Hornhaut möglich

Wie der Laser die Hornhaut formt.

Die Hornhaut ist die stärkste Linse des Auges. Wird sie in der Mitte flacher, bricht sie das Licht schwächer – das korrigiert Kurzsichtigkeit. Wie viel Gewebe dafür abgetragen wird, lässt sich berechnen.8

Pro Dioptrie

Abtragstiefe

Bei einer optischen Zone von 6 mm trägt der Excimerlaser pro Dioptrie Kurzsichtigkeit etwa 12 Tausendstelmillimeter in der Mitte ab. Bei −4 dpt sind das rund 50 µm – so dünn wie ein Haar.8

Was bleiben muss

Restdicke

Unter dem Abtrag müssen mindestens 250 µm Hornhaut stehen bleiben, damit sie stabil bleibt. Für Femto-LASIK soll die Hornhaut nicht dünner als 480 µm sein.19

Der Flap

Femto-LASIK

Der Femtosekundenlaser schneidet die Lamelle in etwa zehn Sekunden, etwa 0,1 mm unter der Oberfläche. Sie bleibt an einer Seite verbunden und legt sich am Ende ohne Naht wieder an.67

Welches Verfahren für wen.

Das entscheidet die Voruntersuchung, nicht der Wunsch. Ein paar Anhaltspunkte, die wir im Gespräch mit Ihnen durchgehen.

Femto-LASIK

Für die meisten Augen im empfohlenen Bereich, auch bei Weitsichtigkeit. Wer schnell wieder scharf sehen möchte, ist hier meist richtig. Nicht geeignet, wenn die Hornhaut zu dünn ist oder der Flap im Beruf oder Sport ein Risiko wäre.1

SMILE

Für Kurzsichtigkeit mit oder ohne Verkrümmung, wenn kein Flap gewünscht ist. Weitsichtigkeit wird damit nicht korrigiert. Das Sehen braucht etwas länger, bis es seine volle Schärfe erreicht.23

trans-PRK

Für dünnere Hornhäute, geringere Kurzsichtigkeit und alle, für die ein Flap nicht in Frage kommt. Die ersten Tage sind unangenehmer, dafür bleibt die Hornhaut ohne Schnitt. Die Verbandskontaktlinse bleibt, bis das Epithel nachgewachsen ist.45

Keines davon

Bei Keratokonus, grauem Star, in der Schwangerschaft, bei schwerem trockenem Auge oder außerhalb der empfohlenen Bereiche sagen wir „nein“ oder besprechen andere Wege, etwa eine Linse im Auge. Mehr auf der Seite Eignung.1

Quellen Stand November 2026

  1. Kommission Refraktive Chirurgie (DOG und BVA): Bewertung und Qualitätssicherung refraktiv-chirurgischer Eingriffe, Stand 28. 5. 2024 (PDF)
  2. Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde: SMILE versus LASIK, Übersicht (DOI 10.1055/s-0042-123194)
  3. Carl Zeiss Meditec: SMILE – Patientenbroschüre (Zugang 2 bis 4 mm; Herstellerangaben, PDF)
  4. Gaeckle HC: Early clinical outcomes and comparison between trans-PRK and conventional PRK (2021, PMC8052644)
  5. Eliaçik M et al.: Anterior segment optical coherence tomography measurement of epithelial healing after PRK and LASEK. Saudi Medical Journal 2015;36(1):67–72
  6. Bödemann M, Kohnen T: Flapdicke nach Femtosekundenlaser-LASIK. DGII-Jahresband 2011 (PDF)
  7. CRST Europe: What is the ideal femtosecond laser for LASIK? (Schnittzeiten moderner Laser etwa 10 Sekunden)
  8. Munnerlyn CR et al.: Photorefractive keratectomy – a technique for laser refractive surgery. J Cataract Refract Surg 1988 (Munnerlyn-Formel: Abtragstiefe ≈ Zone² × Dioptrien / 3)
  9. Fielmann Akademie, Kolloquium 52: Refraktive Chirurgie – stromale Restdicke mindestens 250 µm (PDF)